Dienstag, 12. Juli 2011

Größenvergleiche

Eine liebe Userin hat mir ein Bild davon geschickt, welches ich ein wenig auseinander genommen und bearbeitet habe.

Hier das Resultat:


Innere Planeten und Mond



Alle Planeten und Mond



Komplettes Sonnensystem

Definitionen zu unseren Planeten

Definitionen

Abplattung Das Verhältnis zwischen Äquator- und Poldurchmesser eines Planeten. Gasplaneten wie z.B. Jupiter sind wegen iher schnelleren Rotation stärker abgeplattet als Gesteinsplaneten wie die Erde.

Aphel Der Punkt, wo sich ein Objekt unseres Sonnensystems am weitesten von der Sonne entfernt hat.

Perihel Der Punkt, wo sich ein Objekt unseres Sonnenssystems am nächsten an der Sonne dran befindet

Freitag, 8. Juli 2011

Neptun



Größe
(Durchmesser):                       50.000 km

Entfernung v. d. Sonne:           4,50 Milliarden km

Sonnennächster Punkt:           4,44 Milliarden km

Sonnenfenster Punkt:              4,55 Milliarden km

Max. Tagestemperatur:            Durchschnittlich -201 Grad (Tag und Nacht)

Max. Nachttemperatur:            siehe oben

Astronomisches Zeichen:

Zugeordneter Wochentag:         /

Zugeordnetes Metall:                /

Monde:                                   13

Ringe:                                      ja



Mit einem Durchmesser von knapp 50.000 km ist der Neptun fast viermal so groß wie unsere Erde. Er ist der viertgrößte und äußerste Planet unseres Sonnensystems. Ebenso wie sein Nachbar Uranus gehört er zur Gruppe der Eisriesen oder auch der übergeordneten Gruppe der Gasriesen. Neptun besteht aus Wasserstoff, Helium, Methan, Wasserstoffdeutride und Ethan, sein Eis besteht aus Ammoniak, Wasser, Ammaniumsulfid und evtl. (ist nicht wirklich nachgewiesen) Methan.

Durch seine Größe beeinflusst der Planet viele kleine Körper, wie z.B. Plutinos oder Transneptune, die sich in einer Nähe befinden.

Im Durchschnitt ist Neptun ca. 4,50 Milliarden Kilometer von der Sonne entfernt, wobei sein sonnennächster Punkt bei 4,44 Milliarden Kilometer und sein sonnenfernster Punkt bei 4,55 Milliarden Kilometer liegt.

Für seinen fast kreisförmigen Umlauf um die Sonne benötigt der Neptun 165 Jahre. Seine Umlaufbahn kreuzt sich scheinbar mit der des Plutos, doch durch das 2:3 Verhältnis der Bahnen (während Neptun 3 Mal um die Sonne kreist, umläuft Pluto sie 2 Mal), können die beiden Planeten niemals kollidieren, da Pluto immer weit genug von Neptun entfernt ist.

Neptuns Rotation um die eigene Achse dauert 16 Stunden und 6 Minuten.

Ebenso wie die Schichten der Uranus-„Oberfläche“ gehen auch die Schichten des Neptuns von gasförmig nach flüssig über. Im Inneren befindet sich ein Kern aus Fels und Metal, der etwa 7000 Grad heiß ist. Die durchschnittliche Temperatur auf dem Neptun beträgt -201 Grad, somit ist er der kälteste Planet von allen.

Man kann auf seiner „Oberfläche“ Wolken erkennen, die fast aussehen wie die Zirruswolken der Erde. Auch wurden etliche Stürme auf dem Planeten entdeckt, im Durchschnitt 1.600 km/h schnell (Spitze: 2.100 km/h). Dies sind die schnellsten Stürme, die jemals im Sonnensystem gemessen wurden. Unter anderem wurde auf dem Neptun auch ein Zyklon gefunden, der in etwa die Größe von Europa und Asien zusammen hat. Er befand sich auf der Südhalbkugel, ist aber seit 1994 verschwunden.

Auf dem Neptun herrscht ebenfalls eine Abplattung, der Äquatordurchmesser ist rund 1.000 km größer als der Poldurchmesser.

Eine Jahreszeit auf dem Planeten dauert etwas über 40 Jahre. Im Moment (Anfang 2010) ist es dort Herbstanfang, da auf der Südhalbkugel 40 Jahre Sommer vergangen sind.

Seine Schwerkraft ist höher als die der Erde, somit ist Neptun neben Jupiter, der einzige Planet, wo eine höhere Schwerkraft als auf der Erde herrscht.

Neben Uranus schimmert der Neptun ebenfalls blau, da auch seine Wolkenschichten die roten Teile aus dem Licht absorbieren. Daran ist unter anderem das Vorhandensein von Methan schuld.

Hypothesen über die Entstehung von Uranus und Neptun, sagen, dass die Planeten zum Zeitpunkt ihrer „Geburt“ viel näher an der Sonne gewesen sind. Die Staubteile von Jupiter und Saturn, hätten sie immer weiter nach Außen getrieben, bis sie schließlich ihre heutige Position einnahmen. Dabei sollen die beiden Nachbarplaneten sogar ihre Plätze getauscht haben.

Ein feines, azurblaues Ringsystem befindet sich um Neptun, die Ringe sind jedoch sehr dunkel und aus diesem Grund nur schwer zu erforschen. Kleine „Schäfermonde“ verhindern das Auseinandertreiben der Ringe. Einige verdunkeln sich mit der Zeit, so dass sie irgendwann ganz verschwunden sein könnten.

Bis heute hat am 13 Monde gefunden, die den Neptun umkreisen. Vier davon bewegen sich innerhalb des Ringsystems. Sein größter Mond ist Triton, der als einziger im Sonnensystem entgegengesetzt der Rotationsachse des Planeten läuft und somit „rückläufig“ ist. Er ist mit
-235 Grad das kälteste jemals im Sonnensystem gemessene Objekt. Langsam aber sicher bewegt sich Triton auf Neptun zu, so dass er irgendwann durch dessen Kraft zerrissen wird. Zwei seiner Monde (Psamathe und Neso) benötigen für Neptuns Umrundung 125 Jahre und haben somit die größten Umlaufbahnen von allen Mondes des Sonnensystems.

Wegen seiner scheinbaren Helligkeit von „nur“ +7,8 mag, kann man den Neptun mit bloßem Auge nicht sehen (das menschliche Auge kann Helligkeiten bis + 6,0 mag wahrnehmen).

Neptun wurde nach dem römischen Gott des Meeres benannt. Sein astronomisches Symbol stellt den Dreizack dar, der vorgenanntem Gott als Waffe diente.

Größenvergleich Erde / Neptun




Quelle Planeten-Bild: http://www.hschulte.de/Daten/Kosmos/Dateien/planetau.html / www.themexp.org
Quelle Größenvergleich-Bild: http://de.wikipedia.org/wiki/Neptun_%28Planet%29

Donnerstag, 7. Juli 2011

Uranus



Größe
(Durchmesser):                       51.000 km

Entfernung v. d. Sonne:           2,90 Milliarden km

Sonnennächster Punkt:           2,74 Milliarden km

Sonnenfenster Punkt:              3,00 Milliarden km

Max. Tagestemperatur:            Durchschnittlich -197 Grad (Tag und Nacht)

Max. Nachttemperatur:            siehe oben

Astronomisches Zeichen:

Zugeordneter Wochentag:        /

Zugeordnetes Metall:               Platin

Monde:                                   27

Ringe:                                     ja



Mit seinem Durchmesser von 51.000 km ist der Uranus der drittgrößte Planet in unserem Sonnensystem und damit ungefähr 4mal so groß wie die Erde.

Ebenso wie Jupiter und Saturn zählt er zu den äußeren Gasplaneten. Er besteht aus Wasserstoff, Helium und Methan. Der Aufbau ähnelt dem des Neptuns.

Uranus ist ca. 2,90 Milliarden Kilometer von der Sonne entfernt. Sein sonnennächster Punkt liegt bei etwa 2,74 Milliarden Kilometern und sein sonnenfernster Punkt bei ca. 3,00 Milliarden Kilometern. Der Planet ist fast doppelt soweit von der Sonne entfernt, wie sein innerer Nachbar Saturn.

Für einen Umlauf um die Sonne benötigt Uranus knapp 84 Jahre. Der Sommer sowie auch der Winter würden somit je 42 Jahre dauern. Bedingt durch die Bahnneigung und Sonneneinstrahlung herrschen auf dem Uranus ausgeprägte Jahreszeiten. Im Durchschnitt liegt die Temperatur bei - 197 Grad.

Seine Rotationsperiode beträgt 17 Stunden und 14 Minuten. Er hat eine differentielle Rotation, ebenso wie sein Nachbar Saturn. Bedingt durch seine durch diese Rotationsart und den Grad der Bahnneigung dauert ein Uranustag in seinen Polregionen fast ein halbes Uranusjahr.

Uranus´ Oberfläche besteht aus verschiedenen Gasebenen die nach und nach in einen flüssigen Zustand übergehen. Der Kern besteht aller Wahrscheinlichkeit nach aus einer Eis-Gestein-Mischung. Dort ist es etwa 5000 Grad heiß. Wegen des Eisvorkommens im Inneren werden Uranus sowie auch sein Nachbar Neptun als „Eisriesen“ betitelt.

Die Wolkenschicht des Uranus filtert aus dem Sonnenlicht, welches auf ihn trifft, einen Großteil der Rotpartikel heraus, so dass er blau bis leicht grünlich aussieht. Das von Uranus reflektierte Licht erreicht die Erde erst ca. 2 Stunden und 45 Minuten nach Absendung.
In seinen Gasschichten herrschen starke Winde, teilweise bis zu 700 km/h schnell. Die Wirbelstürme halten sich über mehrere Monate. An seinem Südpol kann man ein helles Band beobachten, weitaus heller als der Rest des Planeten

Der Uranus hat ein sehr dunkles Ringsystem, welches mit bloßem Auge nicht sichtbar ist und aus 13 einzelnen Ringen besteht. Sein stärkster Ring „Epsylon“ wird durch die Gratifikationskraft der Monde Cordelia und Ophelia, welche innen und außen an dem Ring vorbeifliegen, stabilisiert.

Bisher wurden um den Uranus 27 Monde entdeckt. Die 5 größten Monde sind Mirrinda, Ariel, Umbriel, Titania und Oberon und bestehen alle samt zu etwa 50 % aus Felsen und 50 % aus Eis.

Uranus ist am Nachthimmel nur bei äußerst guten Bedingungen mit dem bloßen Auge sichtbar, da er nur eine scheinbare Helligkeit von + 5,6 mag hat.

Das Wort Uranus bedeutet übersetzt „Himmel“. Seinen Namen bekam der Planet von dem grieschichen Gott Uranos und ist somit der einzige Planet, der nicht nach einer römischen Gottheit benannt wurde. Ihm wurde das Metall Platin zugeordnet. Das Astronomische Zeichen zeigt das „H“ aus dem Nachnamen seines Entdeckers (Wilhelm Herschel).

Größenvergleich Erde / Uranus



Quelle Planeten-Bild: http://www.hschulte.de/Daten/Kosmos/Dateien/planetau.html / www.themexp.org
Quelle Größenvergleich-Bild: http://de.wikipedia.org/wiki/Uranus_%28Planet%29

Mittwoch, 6. Juli 2011

Saturn



Größe
(Durchmesser):                    120.500 km

Entfernung v. d. Sonne:        1,43 Milliarden km

Sonnennächster Punkt:         1,35 Milliarden km

Sonnenfenster Punkt:            1,50 Milliarden km

Max. Tagestemperatur:         Durchschnittlich -139 Grad (Tag und Nacht)

Max. Nachttemperatur:         siehe oben

Astronomisches Zeichen:

Zugeordneter Wochentag:     Samstag

Zugeordnetes Metall:            Blei

Monde:                                61

Ringe:                                  ja



Mit einem Durchmesser von 120.500 km ist der Saturn der zweitgrößte Planet unseres Sonnensystems. Er zählt zu den äußeren Planeten.

Im Durchschnitt hat ist er 1,43 Milliarden km von der Sonne entfernt. Hierbei liegt sein Sonnennächster Punkt bei 1,35 Milliarden km, sein Sonnenfernster Punkt bei 1,50 Milliarden km. Er ist der äußerste Planet, den man ohne Fernglas erkennen kann. Seine scheinbare Helligkeit liegt bei -0,2 mag.

Da der Planet eine fast runde Umlaufbahn um die Sonne hat, wird er fast immer gleich stark beschienen. Seine Temperatur bleibt fast immer konstant bei -139 Grad. Für einen Umlauf um die Sonne benötig der Saturn 29 Jahre und 166 Tage.

Seine Rotationszeit um die eigene Achse beträgt im Mittel etwa 10 Stunden und 23 Minuten. Man kann diese Zeit nicht exakt vorhersagen, da der Saturn eine differentielle Rotation hat, das heißt die Äquatorregionen rotieren schneller als die Polregionen. Dieses Phänomen ist auch bei seinem Nachbarplaneten Jupiter zu beobachten.

Der Saturn zählt zu den Gasriesen und hat keine feste Oberfläche. Die Gasschichten seiner Atmosphäre bestehen aus Wasserstoff, Helium, Methan und Ammoniak (fast genau wie beim Jupiter, nur in anderer Zusammensetzung). Im Inneren liegt ein Kern aus Gestein und Eis. Die Atmosphäre bzw. die Gasschichten haben eine gelb-bräunliche Färbung.
Die Pole des Saturns haben je eine Besonderheit. Am Nordpol gibt es einen Polarwirbel, der fast die Form eines Hexagons hat. Er ist 25.000 km (Durchmesser) groß. Am Südpol befindet sich das Auge eines Hurrikans von ca. 8000 km Durchmesser.

Saturn besitzt ein starkes Magnetfeld, dieses hat jedoch bei Weitem nicht die Stärke des Jupiter-Magnetfeldes.

Die Ringe seines sehr groß ausgebildeten Ringsystems bestehen aus Wassereis und Gesteinsbrocken. Wie sie entstanden sind, ist bis heute Unbekannt.

Die Ringpositionen verändern sich ständig und werfen Schatten auf den Saturn. Mehr als 100.000 Ringe in verschiedenen Farben und Zusammensetzungen umlaufen den Planeten. Der innerste Ring liegt nur knapp 7.000 km über der Oberfläche des Saturns und hat einen Durchmesser von 134.000 km. Der Äußerste Ring misst sogar 960.000 km. Die Umlaufzeit der inneren Ringe schwankt etwa zwischen 6 und 8 Stunden, die äußeren Ringe benötigen etwa 12 - 14 Stunden. Genau wie der Planet selbst sind die Ringe mehrere Milliarden Jahre alt.

Bisher wurden 61 Monde des Saturn gefunden, wovon einige noch keine Namen (sonder nur Nummern) haben. Der größte Mond ist der Titan (5.150 km Durchmesser) Verschiedene Eigenschaften dieser Monde sind sehr erstaunlich. So haben z.B. die Monde Telesto, Tethys und Calypso exakt dieselbe Umlaufbahn. Sie teilen sich diese mit einem Abstand von etwa 60 Grad, d.h. die Monde liegen um ca. 60 Grad auseinander. Helene, Polydeuces und Dione teilen sich ebenfalls eine Umlaufbahn. Die Monde Janus und Epimetheus befinden sich zwar auf zwei verschiedenen Bahnen, kommen sich jedoch alle 4 Jahre so nahe, dass sie durch ihre Anziehungskräfte die Umlaufbahnen tauschen.

Saturns´ astronomisches Symbol zeigt die Sense des Saturn-Gottes, mach dem ihn auch die Römer benannt haben (bei den Griechen nannte man in Kronos). Sie ordneten ihm den Wochentag Samstag und das Metal Blei zu.  
 
Größenvergleich Erde / Saturn



Quelle Planeten-Bild: http://www2.vobs.at/hs-goetzis/Tech/Sterne/Planeten.htm / www-themexp.org
Quelle Größenvergleich-Bild: http://de.wikipedia.org/wiki/Saturn_%28Planet%29

Dienstag, 5. Juli 2011

Jupiter



Größe
(Durchmesser):                     142.800 km

Entfernung v. d. Sonne:          778 Millionen km

Sonnennächster Punkt:          740,5 Millionen km

Sonnenfenster Punkt:             816,8 Millionen km

Max. Tagestemperatur:          Durchschnittlich -108 Grad (Tag und Nacht)

Max. Nachttemperatur:          siehe oben

Astronomisches Zeichen:

Zugeordneter Wochentag:     Donnerstag

Zugeordnetes Metall:             Zinn

Monde:                                 63

Ringe:                                   ja


Der Jupiter ist mit seinem Durchmesser von 142.800 km der größte und auch der schwerste Planet unseres Sonnensystems. Er ist etwas 11mal so groß wie die Erde.

Im Durchschnitt beträgt die Entfernung zwischen Sonne und Jupiter 778 Millionen Kilometer, hierbei liegt der sonnennächste Punkt bei etwa 740,5 Millionen Kilometer und der sonnenfernste Punkt bei 816,8 Millionen Kilometer.

Jupiter zählt zu den äußeren Planeten. Er läuft dicht neben einem Asteroidengürtel um die Sonne. Seine Umlaufbahn ist fast kreisförmig. Für diesen Weg benötigt der Jupiter 11 Jahre, 315 Tage und 3 Stunden.

Die Rotationszeit beträgt nur 9 Stunden 55 Minuten und 30 Sekunden, somit dreht sich der Jupiter am schnellsten von allen Planeten.

Der gesamte Planet besteht aus Gas, hat also keine feste Oberfläche. Hauptbestandteile sind Wasserstoff, Helium, Methan und Ammoniak. Auch kleinste Elemente von Sauerstoff, Kohlenstoff und Schwefel wurden gefunden. Im Aufbau ist er ähnlich wie sein Nachbarplanet Saturn. An beiden Polen ist der Jupiter ziemlich abgeplattet, d. h. der Planet ist nicht wirklich rund, sondern an beiden Spitzen abgeflacht.


Die Achse ist leicht geneigt, um ca. 1,3 Grad. Hierdurch entstehen auf dem Planeten keine Jahreszeiten. Durch eine ziemlich konstante Sonneneinstrahlung ist auf dem Jupiter fast immer gleich warm bzw. kalt, nämlich -108 Grad.

In der Nähe des Äquators befinden sich sehr markante Streifen, die man auch durch ein normales Fernrohr beobachten kann. Etwas südlich des Jupiter-Äquartors kann man den größten Wirbelsturm unseres Sonnensystems, den Große Rote Fleck, beobachten. Den Menschen ist er durch seine Größe seit über 300 Jahren bekannt. Er ist etwa 2-mal so groß wie die Erde. Durch seine Farbe, ein helles Orange, ist er gut zu erkennen. Anders wie Wirbelstürme auf der Erde, löst er sich durch seine Masse nicht in der Atmosphäre auf. Er liegt stabil zwischen zwei Wolkenschichten. Der Sturm ist etwa 600 km/h schnell.

Der große Gasplanet ist sehr wichtig für unser Sonnensystem, da er schwerer ist, als alle restlichen Planeten zusammen und dadurch für das Massengleichgewicht sorgt. Er stabilisiert unter anderem den Asteroidengürtel. Wenn Jupiter nicht da wäre, würde etwa alle 100.000 Jahre ein Asteroid auf die Erde schlagen und wahrscheinlich alles Leben auslöschen.

Jupiter ist „kalt“, das bedeutet, dass auf ihm kein Wasserstoff zu Helium werden kann und er sich somit nicht zum Stern aufheizen kann. Um zum kleinstmöglichen Stern, einem roten Zwerg, zu werden, müsste Jupiter rund 70-mal schwerer sein.

Jupiter hat keine Atmosphäre, mehrere Gasschichten übereinander bis hin zu einer flüssigen Schicht bilden den Planeten. Allerdings wird vermutet, dass unterhalb der vielen Schichten ein fester Kern aus einem Eisen-Gestein-Gemisch vorhanden ist, der schwerer ist als 20 Erdmassen.

Der Planet hat ein sehr starkes Magnetfeld, welches unentwegt kleine Teilchen einfängt. Diese bilden sich zu den Ringen, die sich wiederrum sehr schwach und spiralförmig auf den Jupiter zu bewegen. Irgendwann werden diese von dem Planeten aufgesaugt werden.

Der Jupiter hat bisher 63 bekannte Monde, wovon die 4 größten Io, Europa, Ganymed (größter Mond mit 5262 km Durchmesser) und Kallisto heißen. Mit einer scheinbaren Helligkeit von -2,94 mag ist er sehr gut am Nachthimmel zu beobachten.

Benannt ist der Planet nach dem römischen Hauptgott Jupiter, was soviel bedeutet wie „Gott-Vater“. Sie ordneten ihm den Wochentag Donnerstag und das Metal Zinn zu.

Größenvergleich Erde / Jupiter



Quelle Planeten-Bild: http://ch-friedrich.de/test2/idee/index4.htm / www.themexp.org
Quelle Größenvergleich-Bild: http://de.wikipedia.org/wiki/Jupiter_%28Planet%29

Montag, 4. Juli 2011

Mars






Größe
(Durchmesser):                        6.800 km

Entfernung v. d. Sonne:            228 Millionen km

Sonnennächster Punkt:             206,62 Millionen km

Sonnenfenster Punkt:                249,23 Millionen km

Max. Tagestemperatur:             plus 27 Grad Celsius

Max. Nachttemperatur:             minus 133 Grad Celsius

Astronomisches Zeichen:

Zugeordneter Wochentag:          Dienstag

Zugeordnetes Metall:                 Eisen

Monde:                                     2

Ringe: keine


Der Mars ist mit seinem Durchmesser von 6.800 km der zweitkleinste Planet im Sonnensystem, fast doppelt so groß wie der Erdmond, jedoch nur halb so groß wie die Erde. Ebenso wie der Merkur, die Venus und die Erde gehört der Mars zu den erdähnlichen und inneren Planeten. Sein Alter beträgt schätzungsweise 4,5 Milliarden Jahre.

Für seinen Weg um die Sonne benötigt der Mars 687 Tage, knapp 1,9 Jahre. Die Erde überholt den Mars auf ihrer inneren Bahn ca. alle 779 Tage.

Sein sonnennächster Punkt liegt bei 206,62 Millionen Kilometer, sein sonnenfernster Punkt bei 249,23 Millionen Kilometer. Dies ergibt im Durchschnitt eine Entfernung von 228 Millionen Kilometern. Außerdem zeigt dieser Umstand auch, dass seine Umlaufbahn sehr elliptisch ist, sie hat die zweigrößte Abweichung (nach Merkur) von einer kreisrunden Form. Vor etlichen Jahrtausenden war seine Bahn um die Sonne noch um einiges runder, doch durch die Gratifikationskräfte der anderen Planeten wurde diese immer elliptischer.

Auf seiner Umlaufbahn legt unser Nachbarplanet im Mittel eine Strecke von ca. 24,13 km pro Sekunde zurück. Auch befinden sich auf dieser einige Asteroiden, die dem Planeten aber entweder 60 Grad vorauseilen oder hinter ihm her fliegen.

Die Rotationsperiode beträgt 24 Stunden, 37 Minuten und 22 Sekunden, sie ist also unwesentlich länger als die der Erde.

Durch seine Achsenneigung von rund 25 Grad wird er unterschiedlich stark von der Sonne angestrahlt. Hierdurch entstehen erhebliche Temperaturschwankungen zwischen plus 27 Grad (tagsüber) und minus 133 Grad (nachts). Auch bilden sich auf Grund der unterschiedlichen Sonneneinstrahlung Jahreszeiten, die aber fast doppelt so lang sind, wie die auf unserer Erde, da das Marsjahr 687 Tage misst. Im Mars-Frühjahr herrschen teils heftige Staubstürme auf dem Planeten, die bis zu 650 km/h schnell sein können.

Der Planet besteht aus Kohlenstoffdioxid (95,32 %), Stickstoff (2,7 %), Argon (1,6 %), Sauerstoff (0,13 %), Kohlenstoffmonoxid (0,08 %) und Wasser (0,02 %).

Die Oberfläche des Mars hat viele unterschiedliche Beschaffenheiten. Sie ist unterteilt in Gräben (zb. Valles Marineris, größtes Grabensystem im Sonnensystem mit einer Größe von über 4.000 km), Vulkane (zb. Alba Patera mit über 6.000 m Höhe und 1.200 km Durchmesser sowie der Olympus Mons, der mit 21,3 km Höhe der höchste Vulkan im Sonnensystem ist) und Stromtäler.

Die Polarkappen des Mars sind aus Trockeneis, welches im Marssommer seine Ausdehnung verringert und im Winter wieder erweitert. Da sich viel Eis unterhalb der Oberfläche befindet, ist davon auszugehen, dass es früher auf dem Mars Eiszeiten, ähnlich denen auf der Erde, gegeben hat.

1976 wurde auf der Marsoberfläche eine ziemlich kuriose Entdeckung gemacht, das sogenannte „Marsgesicht“, welches einem menschlichen Gesicht sehr ähnelt. Dies führte umgehend zu Spekulationen über Leben auf dem Mars, was bis dato jedoch nicht nachgewiesen werden konnte.

Genau wie die Erde hat der Mars eine Atmosspähre, allerdings eine sehr dünne. Auf Grund des Drucks, welcher in der Atmosspähre herrscht, kann kein Wasser in flüssiger Form auf der Oberfläche verbleiben, nur in tiefer liegenden Ebenen kann es kurzfristig existieren. Durch den hohen Eisenoxidstaubanteil in der Atmosspähre entsteht die typische Rotfärbung des Planeten, der aus diesem Grund oftmals als „Roter Planet“ bezeichnet wird.

Forscher gehen davon aus, dass die Atmosspähre nach der Entstehung des Planeten um einiges dicker war und durch den Sonnenwind abgetragen wurde. Ebenso war einst reichlich Wasser auf dem Planeten vorhanden, heute ist es nur noch ein Wüstenplanet.

Der Mars hat 2 Monde - Phobos und Deimos (Furcht und Schrecken), die den Planeten umkreisen. Phobos, der Größere der beiden Monde, kommt dem Mars auf seiner Umlaufbahn immer näher und wird irgendwann entweder auf den Roten Planeten stürzen oder durch die Gezeitenkräfte auseinandergerissen werden und somit als Marsring enden. Dies wird schätzungsweise in 50 Millionen Jahren der Fall sein. Deimos hingegen wird irgendwann der Umlaufbahn des Mars entfliehen, da er sich immer weiter nach Außen bewegt. Dies geschieht mit jedem Mond, der langsamer um seinen Planeten kreist, als dieser rotiert.

Man kann den Mars sehr gut am Himmel beobachten, besonders wenn er in Opposition zur Sonne steht. Er ist als roter Punkt mit einer max. Helligkeit von -2,91 mag zu sehen.

Unter anderem durch seine rote Färbung wurde der Mars schon immer mit dem Krieg in Verbindung gebracht. Die Babylonier nannten ihn zb. Negal, was soviel bedeutet wie Gott der Unterwelt, des Todes und des Krieges. Griechenland nannte den Planeten Ares. Es waren letztendlich die Römer, die ihm den heutigen Namen Mars (nach deren Kriegsgott) gaben. Sein astronomisches Symbol zeigt den Speer und das Schild des Kriegsgottes Mars. Ihm wurden das Metall Eisen und der Wochentag Dienstag zugeordnet.

Größenvergleich Erde / Mars



Quelle Planeten-Bild: http://sweetbaby.over-blog.de/article-23408832.html / www.themexp.org
Quelle Größenvergleich-Bild: http://de.wikipedia.org/wiki/Mars_%28Planet%29